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SOZIALWISSENSCHAFTEN


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Wirtschaftssoziologie

Wirtschaftssoziologie beschäftigt sich mit den Strukturen der Ökonomie und den Dynamiken des Wirtschaftens in den modernen Gegenwartsgesellschaften. Dabei werden sowohl die Veränderungen der institutionellen Konfigurationen der Ökonomie als auch der Wandel von Organisationen und die Perspektiven der Subjekte in den Blick genommen.

In der Lehre knüpfen wir an die klassische europäische Tradition der Wirtschaftssoziologie an, die die Wirtschaft und ökonomische Phänomene im Kontext der Gesellschaft und ihrer Wandlungsprozesse analysiert. Neben einer Einführung in die klassischen Texte der Wirtschaftssoziologie – von Smith über Weber und Marx zu Polanyi und Durkheim – bieten die Grundlagenveranstaltungen Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Forschungsergebnisse. Aufgrund des breiten Zugriffs wird Wirtschaftssoziologie in Osnabrück im engen Zusammenhang mit angrenzenden Teildisziplinen wie der Arbeits- und der Organisationssoziologie, aber auch mit der politischen Ökonomie gelehrt.

Unsere empirische Forschung konzentriert sich gegenwärtig auf folgende Themenfelder:

Die Finanzialisierung der Ökonomie. Seit einigen Jahren wird in den Sozialwissenschaften intensiv über die veränderte Bedeutung der Finanzsphäre in der und für die Ökonomie diskutiert. Unsere eigene Forschung nimmt den Einfluss von Finanzakteuren, ihren Erwartungen und auch finanzökonomischem Denken auf Wirtschaftsorganisationen in den Bick. Wie verändern sich Unternehmenssteuerung und Arbeitsorganisation in Nicht-Finanzunternehmen durch die Finanzialisierung der Ökonomie?

Der Wandel der Arbeit. Flexibilisierung, Subjektivierung, Entgrenzung und Prekarisierung gehören zu den zentralen Begriffen, mit denen die soziologische Forschung die Veränderung in der Arbeitswelt zu fassen sucht. Im Zentrum der eigenen Forschung stehen die Ausbreitung nicht-standardisierter Beschäftigungsverhältnisse wie Leiharbeit und Solo-Selbstständigkeit, aber auch die vielfältigen Rationalitäten der Arbeitenden und die Strategien ihrer Interessenvertretungen. Welche Formen nehmen die Veränderungen in der Arbeitswelt an und wie betrachten die Subjekte den unaufhaltsamen Wandel?

Die Transformation zu einer nachhaltigen Ökonomie. Nachhaltigkeit hat schon seit einigen Jahren Konjunktur in der sozialwissenschaftlichen Forschung. Das Osnabrücker Fachgebiet ist dabei auf die empirische Analyse von Transformationsphänomenen spezialisiert, in denen bereits erste Elemente der „Ökonomie der Zukunft“ entstehen. Wie verhalten sich diese nachhaltigen Segmente wie Windanlagenbau, nachhaltige Landwirtschaft oder auch E–Mobilität zur traditionellen Ökonomie?