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SOZIALWISSENSCHAFTEN


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Flucht- und Flüchtlingsforschung

Ausgewählte Publikationen

Sammelband Gender, Violence, Refugees hg. von Susanne Buckley-Zistel und Ulrike Krause 2019 als Taschenbuch erschienen

Themenheft zu Flucht - Asyl - Gender in der GENDER. Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft mit Karin Scherschel und Carola Bauschke-Urban erschienen

Profil

Flucht ist ein globales Phänomen. Aufgrund diverser Notlagen wie gewaltsame Konflikte, Verfolgung, Diskriminierung, Klima- und Umweltwandel oder Armut verlassen Menschen Regionen und suchen anderenorts Schutz, Sicherheit und Lebensgrundlage. Sowohl global als auch regional sind Schutzregime entstanden, die auf rechtlichen oder politischen Übereikommen beruhen und einen Fokus auf ‚Flüchtlinge‘ legen, wobei auch andere (rechtlich definierte) Gruppen Geflüchteter berücksichtigt werden. Diese Regime sollen dem Schutz von Geflüchteten dienen, aber vielerorts nehmen restriktive Politiken zu und meist bleiben die Lebensverhältnisse von Geflüchteten in Aufnahmeregionen schwierig. 

Das Fachgebiet der Juniorprofessur für Flucht- und Flüchtlingsforschung widmet sich in Forschung und Lehre diesen Bedingungen und Entwicklungen. Dabei stehen drei Bereichen im Mittelpunkt: (1) Das globale Flüchtlingsregime, lokale Aufnahmeprozesse und humanitäre Praktiken, (2) der Nexus von Konflikt und Flucht und die Bedeutungen von Frieden sowie (3) Agency (Handlungsmacht und -vermögen) von Geflüchteten aus geschlechtssensiblen Perspektiven. 

Das Fachgebiet wird von Ulrike Krause geleitet. Mitarbeitende des Fachgebiets sind je nach ihren Forschungsschwerpunkten im Forschungszentrum Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS), im Zentrum für Demokratie- und Friedensforschung (ZeDF) sowie in der Forschungsstelle Geschlechterforschung (FGF) aktiv.

 

Lehre

Lehrveranstaltungen des Teams des Fachgebiets Flucht- und Flüchtlingsforschung finden u.a. im B.A. Sozialwissenschaften, B.A. Europäische Studien, Zweifachbachelor Politikwissenschaft, Zweifachbachelor Soziologie sowie im M.A. Internationale Migration und Interkulturelle Beziehungen (IMIB), European Master in Migration Studies (EuMIGS), M.A. Soziologie, M.A. Demokratisches Regieren und Zivilgesellschaft und M.A. Europäisches Regieren statt. Veranstaltungen mit Bezug zu Geschlecht sind zudem geöffnet für das interdisziplinäre Zertifikat Geschlechterforschung.

 

Forschung

Das Team des Fachgebiets Flucht- und Flüchtlingsforschung beschäftigt sich mit unterschiedlichen Fragen in dem oben genannten thematischen Rahmen. Dabei liegen die Forschungsschwerpunkte in folgenden Bereichen:

(1) Das globale Flüchtlingsregime und humanitäre Maßnahmen mit der Akteur*innenvielfalt und Steuerungsprozessen, globalen Normen und Policies sowie lokalen Aufnahmeprozessen und Schutzpraktiken, insbesondere in Lagern. 

(2) Der Nexus von Konflikt und Flucht mit Beweggründen für Flucht, konfliktbedingten Verhältnissen im Prozess der Flucht und an Aufnahmeorten, genderbasierter Gewalt (inkl. Gewaltkontinuum) sowie die Bedeutungen von und Handlungen für Frieden. 

(3) Agency von Geflüchteten aus geschlechtssensiblen Perspektiven mit den Wahrnehmungen, Bewältigungs- und Handlungsstrategien von Geflüchteten in unterschiedlichen Flucht- und Aufnahmekontexten sowie die Schaffung und Nutzung sogenannter ‚refugee-led organizations‘. 

Regionale Forschungsschwerpunkte der Mitarbeitenden des Fachgebiets liegen auf globalen Entwicklungen, jenen in Subsahara Afrika wie auch in Europa und Deutschland.

 

Zu den aktuellen Forschungsvorhaben gehören: 

Frauen, Flucht – und Frieden? Friedensfördernde Praktiken von Frauen in Flüchtlingslagern – gefördert von der Deutsche Stiftung Friedensforschung

Global Refugee Protection and Local Refugee Engagement. Scope and Limits of the Agency of Refugee-led Community-based NGOs – gefördert von der Gerda Henkel Stiftung

Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer – gefördert von dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)