INSTITUT FÜR

SOZIALWISSENSCHAFTEN


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Europäische Integration

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bild europäische integration

Die thematische Ausrichtung des Fachgebiets Europäische Integration orientiert sich an dem Prozess des immer engeren politischen und wirtschaftlichen Zusammenschlusses der Staaten Europas, bei dem einzelstaatliche Zuständigkeiten auf speziell hierfür geschaffene europäische Institutionen übertragen, nationale Grenzen überwunden und ein Zusammenwachsen der Gesellschaften angestoßen werden. Damit vereint das Fachgebiet theoretische Ansätze und Analyseebenen der Internationalen Beziehungen, der Vergleichenden Regierungslehre und der Policy-Analyse im Kontext des europäischen Einigungsprozesses, woraus sich enge Kooperationen mit anderen am FB angesiedelten Fachgebieten, namentlich Internationale Beziehungen, International Vergleichende Politische Ökonomie und Vergleichende Politikwissenschaft ergeben, die in der Gesamtheit der Profilbildung des Fachbereichs Sozialwissenschaften an der Universität Osnabrück im Bereich 'Europa' dienen.

Über die Fachgrenzen hinweg ist die Professur in die interdisziplinäre Forschergruppe Bürgerschaft und Zugehörigkeit in Europa eingebunden. Unter den vier Gesichtspunkten (1) Bürgerschaft als legitimatorische Grundlage politischer Herrschaft, (2) Bürgerschaft als Ausstattung mit sozialen Rechten, (3) Widersprüche und Konflikte zwischen politischen und religiösen Loyalitäten, (4) Bürgerschaft und religiöse Vergemeinschaftungsformen forschen und kooperieren Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen der Politikwissenschaft/ Europäische Studien (Prof. Dr. Lenschow), der Rechtswissenschaften/Völker- und Europarecht (Prof. Dr. Dörr), der Evangelischen Theologie/Systematische Theologie (Prof. Dr. von Scheliha) und der Soziologie/Migrationsforschung (Prof. Dr. Pott). Vier Doktoranden werden sich in den jeweiligen Teilbereichen intensiv mit der Entwicklung von Bürgerschaft und Zugehörigkeit zu einer europäischen Gemeinschaft und den Konsequenzen für das gesellschaftliche, politische und rechtliche Integrationsprojekt beschäftigen. Ziel ist es mittelfristig einen größeren Forschungsverbund zu entwickeln.

Die Lehr- und Forschungsaktivitäten des Fachgebiets werden durch die von der Europäischen Kommission geförderte „Jean Monnet Professur“ von Prof. Dr. Andrea Lenschow sowie durch das interdisziplinär angelegte Jean Monnet Centre of Excellence in European Studies, in dem alle  Mitarbeiter aktiv sind, unterstützt.

Lehre

Das Lehrangebot des Fachgebiets Europäische Integration richtet sich in erster Linie an die Studierenden der B.A.-/M.A.-Studiengänge Europäische Studien. Diese Studiengänge profitieren zudem von engen Kooperationen mit benachbarten Fachbereichen, die EU-relevante Fragestellungen behandeln (z.B. Rechts- oder Kulturwissenschaften).

Das Fachgebiet ist in folgenden Modulen vertreten:   

  • BA Europäische Studien: Basismodul Europäische Integration
  • BA Europäische Studien: Vertiefungsmodul EU in der Innenperspektive
  • BA Sozialwissenschaften: Internationale Politik I und II
  • MA Europäisches Regieren: Grundlagen und Entwicklung der Gemeinschaft
  • MA Europäisches Regieren: Organisation der Macht in der EU
  • MA Europäisches Regieren: Europäische Zivilgesellschaft zwischen Einheit und Varietät

Forschung

Forschungsschwerpunkte im Fachgebiet Europäische Integration sind: Governance-Strukturen und -instrumente in der Europäischen Union, Europäisierungsprozesse in der EU sowie Umsetzung europäischer Politik. Auf der Policy-Ebene liegt ein Schwerpunkt in der Analyse europäischer Regulierungspolitik, insbesondere der Umwelt-, Klima- und Energiepolitik. Aktuell kommt dies u. a. in einem durch die DFG geförderten Forschungsprojekt Die Europäisierung städtischer Luftreinhaltepolitik, das die Auswirkungen der europäischen Luftreinhaltepolitik auf Akteure, Institutionen, Prozesse und Politikinhalte in deutschen, niederländischen und polnischen Städten untersucht, zum Ausdruck. Hervorzuheben ist zudem die Beteiligung des Fachgebiets an universitären und europäischen Forschergruppen. So ist Prof. Dr. Andrea Lenschow mit zwei ausländischen Promovenden an einem Initial Training Network im Rahmen des EU Marie-Curie Programms zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses beteiligt. Dieses Netzwerk, bestehend aus Forschern an Universitäten in Maastricht (Koordinator), Cambridge, Paris (Sciences Politiques), Loughborough, Mannheim, Luxemburg und Osnabrück, beschäftigt sich mit Dynamiken institutioneller Kooperation in der Europäischen Union (INCOOP).