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Immer ungleicher? Sozialwissenschaftliche Beiträge zu einer aktuellen Debatte

Die Ringvorlesung im Sommersemester 2017 des Instituts für Sozialwissenschaften beleuchtet verschiedene Aspekte der Ungleichheit. Die Veranstaltungsreihe beginnt am 12. April 2017 um 18 Uhr im Raum 15/128. Es spricht Prof. Dr. Olaf Groh-Samberg von der Universität Bremen über „Alte und neue Dynamiken sozialer Ungleichheit“.

Die Veranstaltungen der Ringvorlesung finden jeweils Mittwochs zwischen dem 12. April und 22. Juni von 18:00-20:00 Uhr in der Seminarstr. 20(EW-Gebäude), Raum 15/128, statt.

Veranstaltungsplan der Ringvorlesung im Sommersemester 2017:

Immer ungleicher? Sozialwissenschaftliche Beiträge zu einer aktuellen Debatte

Seminarstraße 20, Raum 15 /128  Mittwochs, 18:00 – 20:00 Uhr


12. April
Alte und neue Dynamiken sozialer Ungleichheit
Prof. Dr. Olaf Groh-Samberg, Universität Bremen

19. April
Wer profitiert von alternativen Bildungswegen? Alles eine Frage des
Blickwinkels. Eine differenzierte Analyse sozialer Herkunftsaffekte und
alternativer Wege zur Hochschulreife
Prof. Dr. Sandra Buchholz, Universität Bamberg

26. April
Dynamiken prekärer Beschäftigung im Lebenslauf
Prof. Dr. Katrin Golsch, Universität Osnabrück

03. Mai
Nur die Leistung zählt!? Die Bedeutung der sozialen Herkunft für den Zugang
zur Wissenschaftselite
Dr. Angela Graf, Universität München

10. Mai
Was im Armuts- und Reichtumsbericht fehlt. Die ungleiche Responsivität
der deutschen Politik
Prof. Dr. Armin Schäfer, Universität Osnabrück

17. Mai
Migration und Globale Ungleichheit
Prof. Dr. Helen Schwenken, Universität Osnabrück

31. Mai
Neue Unübersichtlichkeiten in den Geschlechterarrangements. Über das
Verhältnis von Wandel, Beharrung und (Re)Traditionalisierung
Prof. Dr. Birgit Riegraf, Universität Paderborn

07. Juni
Ungleiche politische Partizipation
Prof. Dr. Sigrid Roßteutscher, Goethe-Universität Frankfurt

14. Juni
Ungleiche deskriptive Repräsentation: Der Einfluss der innerparteilichen
Kandidatenauswahl
Prof. Dr. Marion Reiser, Leuphana-Universität Lüneburg

22. Juni
Globale Ungleichheiten – eine relationale Perspektive
Prof. Dr. Manuela Boatcă, Universität Freiburg


Leitung der Ringvorlesung: Prof. Dr. Katrin Golsch, Prof. Dr. Hajo Holst, Prof. Dr. Armin Schäfer, Prof. Dr. Helen Schwenken

Veranstaltung: Wie wird man eigentlich „radikal“? Radikalisierung und ihre Prävention

Titel: Wie wird man eigentlich „radikal“? Radikalisierung und ihre Prävention
Zeit: 13.06.2017, 18 Uhr
Ort: 15/130

Vortragende:
Dr. Michael Kiefer, Institut für Islamische Theologie, Universität Osnabrück
Dr. Matthias Quent, Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft, Jena

Moderation:
Dr. Hendrik Hegemann, Zentrum für Demokratie- und Friedensforschung

Beschreibung:
Radikalität und Radikalisierung sind keine neuen Erscheinungen. Vor dem Hintergrund aktueller
Entwicklungen in Europa haben sie in den letzten Jahren jedoch enorm an Bedeutung im öffentlichen
Diskurs gewonnen. Nach der jüngsten Welle islamistisch motivierter Anschläge in Paris, Brüssel oder
Nizza drängt sich die Frage auf, warum Menschen zu terroristischer Gewalt gegen die Gesellschaften,
in denen die Mehrheit von ihnen geboren wurde oder aufgewachsen ist, greifen. Gleichzeitig belegen
die Aufdeckung der Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds und die Zunahme von
Gewalttaten gegen Unterkünfte für Geflüchtete die andauernde Virulenz rassistisch und
rechtsextremistisch motivierter Gewalt. Die Reaktionen ohnehin verunsicherter Gesellschaften
drohen zudem die Spirale gegenseitiger Radikalisierung weiter voranzutreiben. In öffentlichen
Diskussionen über diese Themen wird der Begriff Radikalisierung inzwischen weitgehend
unhinterfragt verwendet. Was Radikalisierung genau ist, wie man eigentlich „radikal“ wird und was
man dagegen tun sollte, darüber besteht jedoch keine Einigkeit. Reichen schon radikale Ansichten
oder wird erst die Unterstützung für bzw. der Griff zu Gewalt zum Problem? Welche individuellen
oder strukturellen Faktoren befördern Radikalisierung? Und ab wann und wie sollten sich Staat und
Gesellschaft um Prävention und De-Radikalisierung bemühen? Diesen und ähnlichen Fragen möchte
unsere Diskussionsrunde zusammen mit dem Islamwissenschaftler Michael Kiefer sowie dem
Soziologen und Rechtsextremismusforscher Matthias Quent nachgehen.

Poster

Gastvortrag "Todschick – Nachhaltigkeit und Mode"

Die Kleidung auf unserer Haut wird global produziert. Wissen wir, wer in Indien, Bangladesch, Rumänien oder der Türkei für unsere Kleidung auf Baumwollfeldern, in Spinnfabriken oder Nähbetrieben arbeitet? Kennen wir die Umweltauswirkungen? Wie können wir zu mehr Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit in der Modebranche beitragen? Die Modedesignerin und Nachhaltigkeitsexpertin Johanna Bose des Bonner Vereins FEMNET e.V. erläutert in ihrem Vortrag die Hintergründe der Bekleidungsindustrie und diskutiert mit Ihnen Veränderungsansätze.

- Textile Kette mit Hot Spots Arbeitsrechtsverletzungen sowie Umweltzerstörungen
- Handlungsansätze für Unternehmen und Politik 
- Handlungsansätze für VerbraucherInnen und BürgerInnen

Mittwoch, 31. Mai 2017
18:00 – 19:30 Uhr 
Seminarstraße 20 (EW), Raum 15/E27 

Poster 

Tagung „Marx und die ‚Kritik im Handgemenge‘“

Was ist das Spezifische der Marxschen Kritik?

Diese Frage steht im Mittelpunkt der im Rahmen des Forschungsprojekts „Marx und die ‚Kritik im Handgemenge‘. Zu einer Genealogie moderner Gesellschaftskritik“ veranstalteten Tagung am 3. und 4. März. Die etablierten Pfade der Marx-Rezeption bieten hier nur unvollständige Antworten, da sie oftmals lediglich ein Feld oder eine Phase der Kritik als tragende Stimme identifizieren. Besonders in der deutschsprachigen Debatte wird der Kern der Kritik Marxens entweder in dessen mit dem Prädikat der Wissenschaftlichkeit versehenen Ökonomiekritik identifiziert oder aber umgekehrt gerade in seiner frühen, normativ-ethisch und entfremdungstheoretisch interpretierten Sozialphilosophie.

Zweifellos sind dies zwei mächtige Stimmen bei Marx, doch was mit diesen Konturierungen aus dem Blick gerät, ist das verbindende Moment und damit das politische Zentrum seiner Kritik. Dabei handelt es sich nicht um eine immer schon a priori feststehende und bloß variierte Grundthese, sondern um einen ganz bestimmten Modus der Kritik.

Kritik, so eine maßgebliche Annahme des Forschungsprojekts, ist bei Marx nicht mehr allein ein philosophisches oder wissenschaftsimmanentes Urteil, sondern begreift sich immer schon als Teil einer revolutionären Bewegung zur Umwälzung der kapitalistischen Gesellschaftsformation. Sie ist im Wesentlichen eine gesellschaftliche Praxis vor dem Hintergrund eines politischen Erfahrungsraumes, der sie ermöglicht, provoziert und auf den sie einwirken will. Marx, der stets inmitten von Auseinandersetzungen, von Gegnern und Frontstellungen agiert, hat schon früh für diesen Modus der Kritik ein passendes Bild gefunden: die „Kritik im Handgemenge“. Diese Konstellation ist der rote Faden, der die ganz unterschiedlichen Formate und Schaffensphasen seiner Kritik durchzieht. Sie bedingt wesentlich die Herausbildung einer spezifischen Wissensform, die sich als historische, materialistische Wissenschaft von anderen, für affirmativ erklärten Theorien abhebt und immer auch eine ‚Wahrheitspolitik‘ ist.

Mit der Tagung soll die Debatte um die Marxsche Kritik wieder stärker an deren Situierung im Handgemenge gebunden und dazu beigetragen werden, dem theoretischen Niederschlag dieser Situierung auf die Spur zu kommen. Nicht zuletzt geht es darum, die Herkunft aus politischen Auseinandersetzungen auch als wesentliches Merkmal moderner Gesellschaftskritik auszuweisen und begrifflich zu erfassen.

Weitere Informationen über ReferentInnen, Ablaufplan und das Forschungsprojekt erhalten Sie unter marx.uni-osnabrueck.de.

DFG fördert wissenschaftliches Netzwerk

Ab dem 01.03.2017 fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft das von Dr. Fran Osrecki beantragte wissenschaftliche Netzwerk „Die Soziologie soziologischen Wissens: Neue Wege eines Forschungsprogramms“. Wissenschaftliche Netzwerke ermöglichen es NachwuchswissenschafterInnen, sich über einen Zeitraum von drei Jahren regelmäßig zu Workshops zu treffen und zusammen mit eingeladenen ExpertInnen ein gemeinsames Forschungsthema zu besprechen und weiterzuentwickeln. Thema dieses Netzwerks ist eine wissenschaftssoziologische Perspektive auf die Soziologie: wie gestalten sich Karrieren von SoziologInnen, wie sind Paradigmenwechsel in der Soziologie strukturiert, wie verändern neue Methoden soziologisches Wissen und wie kommuniziert die Soziologie mit außenwissenschaftlichen Publika. Im Abstand von jeweils sechs Monaten sind hierzu insgesamt sechs Treffen in Osnabrück, Berlin und München geplant. Zu den eingeladenen Gästen zählen, unter anderem, Andrew Abbott, Michele Lamont und Richard Münch.

apl. Prof. Dr. Carmen Schmidt, neue Vizepräsidentin der Deutsch-Japanischen Gesellschaft für Sozialwissenschaften (GJSSS)

Die  Sprecherin der Forschungsstelle Japan des Fachbereichs Kultur- und Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück, Apl. Prof. Dr. Carmen Schmidt, ist neue Vizepräsidentin der Deutsch-Japanischen Gesellschaft für Sozialwissenschaften e.V., GJSSS.

Die 1989 in Tokyo gegründete Vereinigung  umfasst zu etwa gleichen Teilen ausgewiesene deutsche und japanische Sozialwissenschaftler sowie Wissenschaftler aus Nachbardisziplinen, die an sozialwissenschaftlichen Fragen interessiert sind. Gegenwärtig hat die Gesellschaft etwa 80 Mitglieder aus beiden Ländern, sowie eine Zahl fördernder Mitglieder.

Durch ihre verschiedenen Aktivitäten vermittelt die Gesellschaft einzigartige und wichtige Möglichkeiten für den wissenschaftlichen Austausch zwischen deutschen und japanischen Wissenschaftlern und möchte insbesondere dazu beitragen, Kenntnisse über gegenwärtige kulturelle, soziale und psychologische Besonderheiten und Prozesse in Japan und Deutschland zu erweitern und aus vergleichender Perspektive zu analysieren.

„Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe und bedanke mich bei allen Mitgliedern ganz herzlich für die Wahl“, so Frau Prof. Schmidt, die die nächste Tagung der GJSSS im Frühjahr 2018 an der Universität Osnabrück organisieren wird.

Ankündigung: Forschungskolloquium

Die Termine für das Forschungskolloquium des Instituts für Sozialwissenschaften finden Sie nun hier. Die Sitzungen finden ab dem 05.12. immer dienstags, ab 18 Uhr (c.t.) im Raum 04/E01 statt. Die Veranstaltung ist öffentlich und bedarf keiner Anmeldung.

Ringvorlesung des ZeDF im Sommersemster 2016

Auf den ersten Blick scheint der Siegeszug der Demokratie ungebrochen. Doch im Moment ihres historischen Triumphs schleichen sich in den etablierten, liberalen Demokratien Zweifel ein: Die Wahlbeteiligung sinkt, Politikverdrossenheit ist weit verbreitet, den klassischen Institutionenwird weniger als früher vertraut und populistische Bewegungen von links und rechts gewinnen an Zulauf.

 

 

America after the elections - Town Hall Meeting

Der US-Generalkonsul in Hamburg, Richard Yoneoka, beantwortet am 1. Dezember 2016 in einer Veranstaltung des Instituts für Anglistik und Amerikanistik(IfAA) Ihre Fragen zu den Vereinigten Staaten, den Präsidentschaftswahlen und zu den Deutsch-Amerikanischen Beziehungen.

An der Veranstaltung Interessierte melden sich bitte in Stud.IP unter "Town Hall Meeting mit Richard Yoneoka" an.

“European Youth on the Edge: Between Doubt and Common Future”

Dieser Thematik widmet sich der Jean Monnet Center of Excellence in einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Niedersächsischen Staatskanzlei mit zwei ausgewiesenen ExpertInnen am morgigen Abend.

Im EU Durchschnitt liegt die Jugendarbeitslosigkeit bei über 18%, in den Krisenländern Griechenland, Spanien und Italien bei um die 40%. Somit stellt die Jugendarbeitslosigkeit angesichts  ihrer Langzeitwirkungen auf individueller aber auch gesellschaftliche Ebene eine Krise in der Krise dar. Ein Krisenszenario lässt sich auch aus jüngsten Wahlstatistiken ableiten, die Jugendliche zunehmend als Nichtwähler ausweisen. Eurobarometerdaten deuten nicht nur auf Abstand zu traditionellen politischen Partizipationsformen unter Jugendlichen, sondern auch auf mangelndes Vertrauen in politische Institutionen und einen zunehmenden Zynismus gegenüber demokratischen Institutionen und Prozessen hin. Gleichzeitig beobachten wir, dass Jugendliche sich auf dem Weg machen, um den geeinten Europäischen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu nutzen. Ebenso, werden Rufe nach neuen Formen der demokratischen Mitbestimmung besonders unter Jugendlichen laut.

Krise oder Aufbruch zu neuen Ufern? Darüber diskutieren Prof. Dr. Michael Bruter von der London School of Economic und Frau Gesa Lüß, Referentin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales am Dienstag, den 15.11., im ELSI (Süsterstraße 28, E03). Prof. Bruter ist Politikwissenschaftler und beschäftigt sich insbesondere mit der Beteiligung Jugendlicher an politischen Prozessen; Frau Lüß ist im Referat für Beschäftigung und Soziales des BMAS u.a. mit der Umsetzung der Jugendgarantie und europäische Mobilitätsangebote befasst. Nach Eingangsstatements werden sich beide gerne den Fragen und Kommentaren aus dem Publikum stellen. Zum Abschluss der Veranstaltung winkt ein kleines Buffet und Gelegenheit für weitere Gespräche.

Flyer zum Download

Ringvorlesung des ZeDF im Sommersemster 2016

Demokratie im Stresstest: Krise, Erneuerung, Aufbruch

Auf den ersten Blick scheint der Siegeszug der Demokratie ungebrochen. Doch im Moment ihres historischen Triumphs schleichen sich in den etablierten, liberalen Demokratien Zweifel ein: Die Wahlbeteiligung sinkt, Politikverdrossenheit ist weit verbreitet, den klassischen Institutionen
wird weniger als früher vertraut und populistische Bewegungen von links und rechts gewinnen an Zulauf. Außerhalb der OECDWelt zeigen sich gleichzeitig die Grenzen einer universellen Transformation und der Ausbreitung
westlicher Demokratiemodelle. Der Aufbruch des sogenannten »Arabischen Frühlings« ist verflogen und der Aufstieg neuer Mächte befördert Überlegungen zu alternativen »Erfolgsmodellen«. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob eine »dritte Transformation« der Demokratie möglich ist, mit der demokratische Verfahren jenseits des Nationalstaats etabliert werden können. In dieser Vorlesungsreihe diskutieren wir in elf Vorlesungen über den Zustand der
Demokratie, über aktuelle Herausforderungen und mögliche Perspektiven, um die Frage zu beantworten, ob von einer Krise der Demokratie gesprochen werden kann.

Verantwortlich:
Prof. Dr. Armin Schäfer / Prof. Dr. Ulrich Schneckener

Programmflyer hier.

Wir gratulieren Rainer Eisfeld zum 75. Geburtstag

Am 4. April 2016 vollendet Rainer Eisfeld, von 1974 bis zu seiner Emeritierung 2006 Professor für Politikwissenschaft an der Universität Osnabrück, sein 75. Lebensjahr. Hierzu gratulieren ihm alle Mitglieder des Instituts für Sozialwissenschaften herzlich.

Auch nach seiner Emeritierung hat sich Rainer Eisfeld keineswegs zur Ruhe gesetzt: So ist er aktuell Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. In dieser Funktion begleitet Rainer Eisfeld aktiv die Neukonzipierung der Buchenwald-Dauerausstellung, die noch in diesem Jahr eröffnet werden soll. Bis 2012 war er Vorstandsmitglied der International Political Science Association. Ein von ihm veröffentlichter Dokumentenfund löste in der deutschen Politikwissenschaft 2011 die „Eschenburg-Kontroverse“ über die Beteiligung eines „Gründervaters“ der Disziplin an nationalsozialistischen „Arisierungen“ aus, die zur Abschaffung des nach Eschenburg benannten Lebenswerk-Preises der DVPW führte. Die fundierte Darstellung der Verwicklungen Wernher von Brauns in die Mechanismen des Faschismus in seinem Buch „Mondsüchtig“ führten 1996/97 zu Strafanzeigen und Drohungen gegen ihn.

Bereits in jungen Jahren war Rainer Eisfeld begeisterter Science-Fiction-Fan. Als Begründer der 1959 erschienen deutschsprachigen Ausgabe der „Science Fiction Times“ war maßgeblich am Aufbau der Fangemeinde in Deutschland beteiligt. Insgesamt übersetzte er mehr als zwei Dutzend Science-Fiction-Romane ins Deutsche.

Die Mitglieder des Instituts für Sozialwissenschaften danken dem Jubilar Rainer Eisfeld an seinem Ehrentag für sein unermüdliches wissenschaftliches Engagement und verbinden damit beste Wünsche für Wohlergehen und Gesundheit.

Wie der Westen nach Japan kommt: Japanische Farbholzschnitte

Am Donnerstag, den 26. Mai 2016 um 18 Uhr ct. hält Herr Gerhard Philipp auf Einladung der Forschungsstelle Japan einen Vortrag mit dem Titel „Wie der Westen nach Japan kommt: Japanische Farbholzschnitte“.

Die Veranstaltung findet am Institut für Sozialwissenschaften, Raum 04/E02 in der Seminarstraße 33 statt.

Gerhard Philipp ist ein ausgesprochener Kenner japanischer Farbholzschnitte. Er kurarierte bereits mehrere Austellungen, zuletzt im Stadtmuseum Hornmoldhaus in Bietigheim.

Aktuell zeigt die „Galerie im Fenster“ in der Semniarstraße 33 eine kleine Ausstellung japanischer Holzschnitte, die Gerhard Philipp organisiert hat.

Mitläufer oder mehr? - Theodor Eschenburgs Beteiligung an „Arisierungen“ im Nationalsozialismus

Theodor Eschenburg ist einer der Gründerväter der Politikwissenschaft und Zeitgeschichte. Streitpunkte sind seine Beteiligung an „Arisierungen“ und sein Schweigen darüber nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Anhänger und Verehrer, die er ausgebildet, promoviert und habilitiert hatte, hielten an ihrem Ideal fest. 2013 schaffte die Deutsche Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) den nach ihm benannten Lebenswerk-Preis trotzdem ab. Im gerade erschienenen Buch „Mitgemacht“ zeichnen Herausgeber Prof. Dr. em. Rainer Eisfeld sowie zahlreiche Politologen und Historiker die öffentliche Auseinandersetzung nach und ordnen sie in die Debatten über die Rolle prominenter Geisteswissenschaftler im Dritten Reich ein.

Tagung: Wenderepublik Deutschland?


Politische Kurswechsel in Deutschland sind das Thema eines von der Fritz Thyssen Stiftung geförderten Forschungsprojektes an der Universität Osnabrück. Es vergleicht große politische „Wendemanöver“, angefangen bei dem wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Reformprogramm der 1982 ins Amt gekommenen Kohl-Regierung bis zur aktuellen Energiewende. Die Politik der deutschen Vereinigung und die Agenda 2010 unter Kanzler Schröder sind weitere Themen.

Das von Prof. Roland Czada geleitete Projekt veranstaltet am 11. Und 12. Februar 2016 eine Fachtagung mit dem Schwerpunkt „Energiewende“. Daran nehmen Politikwissenschaftler, Juristen, Ökonomen und Praktiker aus Ministerien und Verbänden teil. Die öffentlich zugängliche Tagung findet im Gebäude 15/E28 (Raum E28, Seminarstrasse 20) statt. Unter anderem werden Professor Dr. jur. Markus Ludwigs von der Universität Würzburg, der Föderalismusexperte Professor Arthur Benz, Universität Darmstadt, sowie Professor Dr. Christoph Stefes von der University of Colorado, Denver, referieren. 

Programm als PDF

Türkei: Ein autoritärer Staat oder ein Partner der EU

“Turkey – authoritarian state and partner for the EU?”

 

Türkei: Ein autoritärer Staat oder ein Partner der EU
Symposium am Jean Monnet Centre in European Studies (JMCE) der Universität Osnabrück

Die Analyse des schwierigen Verhältnisses zwischen EU und der Türkei ist Gegenstand eines Symposiums des Jean Monnet Centre in European Studies (JMCE) der Universität Osnabrück. Am 23. Januar treffen sich namhafte Experten ab 14 Uhr im Zimeliensaal der Universitätsbibliothek, Alte Münze 16.

Aufgrund der tiefen Uneinigkeit der EU-Mitgliedsstaaten über eine gemeinsame Migrationspolitik wird insbesondere von der deutschen Bundesregierung nach Jahren des Stillstandes in den EU-Aufnahmeverhandlungen eine Annäherung an die Türkei gesucht. Dem entgegen stehen unter anderem das Wiederaufflammen des Kurdenkonfliktes sowie die tiefen Einschnitte in Medienfreiheit und Unabhängigkeit der Justiz in der Türkei.

Das Symposium will die Diskussion durch die Erörterung von zwei Bereichen anregen: In einem ersten Panel soll debattiert werden, wie sich die von Erdogan proklamierte „Neue Türkei“ politikwissenschaftlich einordnen lässt. Befindet sie auf dem Weg zu einem autoritären Staat oder ist sie bereits als eine solcher anzusehen? Ein zweites Panel befasst sich mit den außenpolitischen Interessen der EU und der Turkei im Nahen Osten. Kann die Türkei ein Partner für die EU sein bei der Bewältigung von Migrationsbewegungen und bei der Befriedung Syriens? Oder verrät die EU ihre Prinzipien durch die Kooperation mit einer zunehmend autoritären türkischen Regierung? Ist es gesichert, dass die Türkei und die EU die gleichen Ziele in der Region verfolgen?

Führende internationale Politikwissenschaftler und Experten wie Prof. Ziya Önis von der Koc University Istanbul, Ass. Prof. Cathy Macmillan von der Yedetepe University Istanbul, Dr. Günther Seufert von der Stiftung Wissenschaft und Politik Berlin und Ruprecht Polenz, ehemaliger CDU-Generalsekretär und Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, werden diese Fragen diskutieren. Damit findet nicht nur ein Türkei-Seminar des JMCE seinen Abschluss, darüber hinaus soll diese Veranstaltung aktuelle Fragen aufgreifen und politikwissenschaftlich debattieren. Aufgrund der internationalen Beteiligung wird die Veranstaltung auf English stattfinden.

Das JMCE bereitet Studierende in einem Bachelor- und einem Master-Programm auf Tätigkeiten in europäischen und internationalen Organisationen vor. Darüber hinaus ist es sein Ziel, durch Diskussionsveranstaltungen und öffentliche Vorträge auf die gesellschaftliche Diskussion einzuwirken.

Weitere Informationen für die Redaktionen:

Dr. Jörg Baudner, Universität Osnabrück
Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften
Seminarstraße 33, 49069 Osnabrück

Tel.: +49 541 969 4614

E-Mail: joerg.baudner@uni-osnabrueck.de

 

Lust auf ein Auslandssemester? Bewerbungsfrist endet am 29.01.2015

Der Fachbereich Sozialwissenschaften unterhält zahlreiche Kooperationen mit Partneruniversitäten für Auslandsaufenthalte. Wer ein Studiensemester oder-jahr im Ausland plant, sollte sich frühzeitig um die Bewerbungsunterlagen kümmern, denn Bewerbungsfrist für das gesamte Studienjahr 2015/16 (für Studienaufenthalte im Wintersemester 2015/16 und/oder Sommersemester 2016) ist bereits der 29. Januar 2015!

Das Auslandsbüro informiert über alle wichtigen Details.

Sind Deutschlands Hochschulen "außer Kontrolle"?

"Akkreditierung im Fadenkreuz des Versagens" oder"Qualitätsmanagement als Chance zur Selbststeuerung?" - Einladung zur Expertenrunde

Zu einer spannenden Expertenrunde lädt der Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück am Sonnabend, 10. Januar, ab 11 Uhr in Raum 11/211 im Schloss der Universität ein: Renommierte Experten des deutschen Akkreditierungssystems und der Politikwissenschaft diskutieren zum Thema "Deutsche Hochschulen 'außer Kontrolle'?".

Wer sind die ‚Akkreditierungsakteure‘, wie arbeiten diese und wie sind sie legitimiert? Welche Effekte sind zu verzeichnen? Wer sind mögliche Gewinner, wer Verlierer der Akkreditierung? Wie beurteilen Experten Akkreditierung als ‚neue Steuerungsform‘? Dies alles soll beleuchtet werden. Die Veranstaltung richtet sich an Studierende, Forscher, Praktiker und Interessierte.

Miteinander, aber auch mit Ihnen, diskutieren an diesem Tag:

  • Prof. Dr. Roland Czada, Gutachter in Akkreditierungsverfahren und  Professor für Staat und Innenpolitik, Fachbereich Sozialwissenschaften (Universität Osnabrück)
  • Dr. Gaby Krekeler, Dezernat Hochschulentwicklungsplanung (Universität Osnabrück
  • Marion Moser, stellv. Geschäftsführerin ACQUIN e.V. (Akkreditierungsagentur, Bayreuth)
  • Frederike Leetz, Referentin des deutschen Akkreditierungsrates (Kontrollorgan des bundesdeutschen Akkreditierungswesens mit Sitz in Bonn)
  • Sonja Windheuser, Referentin AQAS e.V. (Akkreditierungsagentur, Köln)
  • Internationale Studierende des Masterkurses: ‘Governance in Theory and Practice: Approaches & Challenges in European Higher Education’ (Universität Osnabrück)

Akkreditierung soll die Umstellung auf Bachelor-/ Masterstudiengänge und die Qualität in Studium und Lehre sichern. Glaubt man der Statistik, scheint diese Studiengangsreform weitgehend abgeschlossen zu sein. Umso  bemerkenswerter ist, dass nicht nur die Zahl der ‚Akkreditierungsagenturen’ zugenommen hat.
Auch weitere Verfahren und Aktivitäten der Überprüfung, Kontrolle und Qualitätsentwicklung treten im Zeichen der europaweiten Bildungsreformen (‚Bologna-Prozess‘) auf den Plan. Kritisiert wird das ‚Qualitätssicherungswesen‘ wegen seines hohen ‚bürokratischen‘, personellen, zeitlichen und finanziellen Aufwands sowie seiner ‚Unübersichtlichkeit‘ und ‚Kleinteiligkeit‘.
Gegenstimmen werden laut, das System deswegen abzuschaffen und Staat und Hochschulen die Verantwortung wieder zurückzugeben. Befürworter beteuern dagegen, es biete Hochschulen, Studierenden und Professorinnen und Professoren mehr Gestaltungsmöglichkeiten.

Seien Sie bei der Veranstaltung dabei, diskutieren Sie mit und bilden Sie sich Ihre Meinung! Melden Sie sich nach Möglichkeit und formlos per E-Mail bis spätestens Donnerstag, 08. Januar an. 

Expertenrunde - Deutsche Hochschulen 'außer Kontrolle'?:
Samstag, 10. Januar 2015, 11 - ca. 15.30 Uhr, Gebäude 11, Raum 11/211, Schloss der Universität Osnabrück, Neuer Graben 29/Schloss, Osnabrück.

Ins Ausland mit einem ERASMUS-Semester?

Am Mittwoch, den 26.11.2014 findet um 18 Uhr im Raum 15/105 (EW) eine Infoveranstaltung zum ERASMUS-Auslandsstudium statt.

Sie erhalten Informationen zu den Partneruniversitäten des Fachbereichs Sozialwissenschaften, zum Bewerbungsverfahren und zur Erasmus-Förderung.
Teilnehmen können alle interessierten Studierenden des Fachbereichs Sozialwissenschaften.

Anmeldung über stud.ip (Titel: Infoveranstaltung zum ERASMUS-Auslandsstudium)

Bewerbungsfrist für Auslandsaufenthalte im akademischen Jahr 2015/16 (Wintersemester 2015/16 und Sommersemester 2016) ist der 29.01.2015

Drei Neue am Fachbereich

Zu Beginn des Wintersemesters 2014/15 begrüßt der Fachbereich drei neuberufene Professoren/innen. Frau Prof. Dr. Helen Schwenken (bisher Universität Kassel) übernimmt die Professur für Migration und Gesellschaft und wird damit auch das Institut für Migration und Interkulturelle Studien (IMIS) verstärken. Herr Prof. Dr. Hajo Holst (bisher Universität Jena) hat die Professur für Wirtschaftssoziologie inne und Herr Prof. Dr. Armin Schäfer (bisher Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, Köln) erhielt die Professur für International Vergleichende Politische ÖkonomieInternational Vergleichende Politische Ökonomie.

Damit sind nun wieder zehn von elf Fachgebieten des Fachbereichs besetzt, lediglich die Professur für Quantitative Methoden und Sozialstrukturanalyse befindet sich noch im Besetzungsverfahren. Die Professur wird auch im Wintersemester von Frau Dr. Katrin Golsch vertreten.

„Wir freuen uns sehr über die neue Kollegin und die neuen Kollegen, sie werden die sozialwissenschaftlichen Fächer an der Universität stärken und auch den Studierenden in der Lehre neue Angebote machen,“ erklärte der Dekan des Fachbereich Prof. Dr. Ulrich Schneckener.

Burkhard Kastenbutt, Aldo Legnaro, Arnold Schmieder (Hg.):
Soziale Ungleichheit und Sucht

Ursachen, Auswirkungen, Zusammenhänge
Reihe: Jahrbuch Suchtforschung
Bd. 7, 2014, 168 S., 29.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-12561-3

Im Mittelpunkt des 7. Bandes steht das Thema "Soziale Ungleichheit und Sucht". Damit soll nicht nur auf die ungleiche Verteilung von Lebenschancen, sondern auch auf die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken aufmerksam gemacht werden, zu denen der kompensatorische Konsum von Tabak, Alkohol und Drogen gehören kann. Die Ursachen, Auswirkungen und Zusammenhänge von Arbeitslosigkeit, Armut und Sucht werden dabei aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet, wobei auch auf Versorgungslücken in der Substitutionsbehandlung von Opiatabhängigen eingegangen wird.

Erstsemester-Studierende
und Masterstudierende aufgepasst!

„Save the date“!

Alle Erstsemester-Studierende (insbesondere Bachelorstudierende) sind zur Einführungswoche (06.-10.Oktober 2014) des Fachbereichs in Zusammenarbeit mit der Fachschaft eingeladen. Das Programm findet sich hier im Erstiheft der Fachschaft.

Downloads

Wertvolle Informationen zum Studium am Fachbereich im Web

Lageplan

Spezielle Informationen für Masterstudierende:

Die Masterstudierenden (und Masterstudiengangsinteressierte) laden die Master-DozentInnen zu einem für Sie speziell vorbereiteten Einführungsvormittag am 15. Oktober ein!

WICHTIG:

Alle Veranstaltungen finden regulär zu Vorlesungsbeginn - wie in Stud.IP angegebenen – statt. Lediglich wegen der Masterinfoveranstaltung fallen folgende Sitzungen NUR am 15. Oktober aus. Die Kurse beginnen demnach in der zweiten Vorlesungswoche (am 22. Oktober).  

• Mi 12-14 Uhr: Varianten des Kapitalismus: Globalisierung, Finanzialisierung...; Stud.IP-Nummer:1.221; Modul-ID:  SOZ-MSZ-WW: Wirtschafts- und Wohlfahrtsregime; Lehrender: Hajo Holst

• Mi 16-18 Uhr: Berufe und Professionen; Stud.IP-Nummer: 1.213; Modul-ID: SOZ-MSZ-GA Orga. gesell. Arb, Lehrender: Kai-Olaf Maiwald

•  Mi 16-18 Uhr: Peace and Conflict Studies; Stud.IP-Nummer: 1.102; Modul-ID: SOZ-MDZ-GB: Gov.&Peace Building; Lehrende: Andrea Pabst”

Programm Mastereinführung

[ACHTUNG: Raum- und Zeitangaben haben sich geändert!]

Alle Masterstudierende - Teil I: 09:15 – 11:00 Uhr, 04/E01

Politikwissenschaft: Demokratisches Regieren und Zivilgesellschaft
Teil II: 11:15 – 12:30 Uhr, 04/E01

Europäisches Regieren: Markt, Macht, Gemeinschaft
Teil - II: 11:15 – 12:30 Uhr, 15/E16

Soziologie: Dynamiken gesellschaftlichen Wandels
Teil II: 11:15 – 12:30 Uhr, 15/E27

Alle Masterstudierende - Brunch/ Mittagessen mit der Fachschaft:
12:45 – 14:00 Uhr, SoWi Café

Studiendekane und Studiengangsverantwortliche laden Masterstudierende herzlich ein sich zu Studiengangsaufbau, -modalitäten, Tipps und Empfehlungen für die Praxis und die Studienplanung zu informieren!

Am Mittwoch den 15.10 besteht zuden die Möglichkeit für alle DRZ-Studierende des 1. Fachsemesters an einer obligatorischen Sprechstunde in Gruppenform teilzunehmen. Die Veranstaltung wird angeboten von Prof. Dr. Ralf Kleinfeld (Studiendekan Politikwissenschaft) und findet von 14 – 16 Uhr statt in 04/E01. Der Besuch einer obligatorischen Sprechstunde ist Teil der Prüfungsordnung.

Die Einladung richtet sich an alle Master-Erstsemester des diesjährigen Sommer- und des kommenden Wintersemesters sowie Interessierte. Die Veranstaltung berechtigt zum Erwerb des Nachweises einer obligatorischen Studienberatung, die in den Prüfungsordnungen/ Modulhandbüchern geregelt ist.