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SOZIALWISSENSCHAFTEN


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„(Fast) Fünf Jahre nach dem ‚Sommer der Migration‘ und Beginn der ‚Willkommenskultur‘ (Teil 1): Zivilgesellschaftliches Engagement verstehen“

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Dozenten

Beschreibung

Im Sommer 2020 wird es aller Voraussicht nach ein großes mediales Interesse an den fluchtbezogenen Geschehnissen von vor gut fünf Jahren und danach geben. In ganz Deutschland hat es insbesondere ab Sommer 2015 eine große zivilgesellschaftliche Mobilisierung gegeben, um die Geflüchteten Willkommen zu heißen, zu ihrer Erstversorgung beizutragen, staatliche Infrastrukturdefizite auszugleichen, alternative Räume und Begegnungsorte zu schaffen etc. Später kamen Themen wie Familiennachzug, Seenotrettung und, auch das ist eine zivilgesellschaftliche Organisierung, das Erstarken rassistischer und rechtsradikaler Mobilisierungen hinzu.

In dieser auf zwei Semester angelegten Veranstaltung soll es im SoSe darum gehen, erstens die Situation von vor fünf Jahren bis heute zu rekonstruieren und zweitens verschiedene sozialwissenschaftliche Ansätze zu rezipieren, die zur Analyse von Mobilisierungen und Engagement beitragen. Dazu zählen Theorien aus der sozialen Bewegungsforschung, aus der Engagementforschung, verschiedene Sozialkapitaltheorien und Erklärungen zum ‚Rassismus der Mitte‘. Wir werden drittens beginnen, für die Stadt Osnabrück und den Landkreis Osnabrück die Willkommenskulturinfrastruktur seit 2015 zu inventarisieren. Dazu können auch erste Ortsbesuche oder Gespräche mit Initiativen oder Expert*innen zählen (wegen der Corona-Krise werden wir diesen Teil v.a. auf Teil II im WS verschieben, falls dann wieder Begegnungen möglich sind).

Die genaue Ausgestaltung des Seminars wird am Semesterbeginn gemeinsam mit den Studierenden entschieden. Erwartet wird daher, neben der üblichen regelmäßigen aktiven und vorbereiteten Teilnahme, die Bereitschaft sich aktiv in die Seminargestaltung einzubringen.

Im WS 2020 wird es dann voraussichtlich Teil 2 als Forschungsseminar (IMIB-Modul 6.1) geben. Hierbei stünde dann die empirische Erhebung zur zivilgesellschaftlichen Infrastruktur zur Unterstützung Geflüchteter (bzw. allg. im Bereich Migration) in Osnabrück im Mittelpunkt (Sammeln und Analyse von Dokumenten, Führen von Interviews mit Engagierten, Ortsbesuche). Überlegungen wie dieses Folgeseminar aussehen könnte werden bereits im SoSe gemeinsam mit den Studierenden angestellt und erste vorbereitende Schritte getätigt. Ziel ist es, am Ende des WS die Ergebnisse dieser Inventarisierung und Analyse der Osnabrücker Willkommenskultur der Öffentlichkeit im Rahmen einer Konferenz oder einer Ausstellung zu präsentieren.

Beide Seminare sind auch unabhängig voneinander belegbar, ggf. müsste im WS etwas an Lektüre eigenständig nachgeholt werden.

Weitere Angaben

Ort: nicht angegeben
Zeiten: Do. 12:00 - 14:00 (wöchentlich)
Erster Termin: Do , 23.04.2020 12:00 - 14:00
Veranstaltungsart: Seminar (Offizielle Lehrveranstaltungen)

Studienbereiche

  • Sozialwissenschaften > Master Internationale Migration und Interkulturelle Beziehungen (IMIB) > Modul 6: Migrationsforschung in der disziplinären Vertiefung
  • Sozialwissenschaften > Master Soziologie
  • Sozialwissenschaften > Master Politikwissenschaft

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