INSTITUT FÜR

SOZIALWISSENSCHAFTEN


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Svenja Hense, M.A.

Fachbereich 1: Kultur- und Sozialwissenschaften

49074 Osnabrück

Raum: 04/119
Sprechzeiten: im WS: Mittwochs, 16-17 Uhr (nicht am 25.10., 15.11., 13.12. und 10.1.) Bitte melden Sie sich vorab per Mail an.
Tel.: 0541-969-4728
E-Mail: svenja.hense@uni-osnabrueck.de

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Lehrveranstaltungen

Promotionsprojekt

Arbeitstitel: Insider und Outsider in Deutschland - ein neues politisches Cleavage?

Auf den Arbeitsmärkten post-industrieller Staaten hat in den letzten Jahrzehnten ein Dualisierungsprozess stattgefunden, der dazu führte, dass immer mehr ArbeitnehmerInnen als „Outsider“ gelten. Zu ihnen gehören atypisch (also befristet oder in Teilzeit) Beschäftigte, sowie Arbeitslose oder Gruppen mit einem erhöhten Arbeitslosigkeitsrisiko. Aufgrund des deutschen Sozialstaatsmodells und der Arbeitsmarktreformen in den rot-grünen Regierungsjahren ist diese Entwicklung in Deutschland besonders ausgeprägt. Unstrittig ist in der sozialwissenschaftlichen Literatur auch, dass die Position am Arbeitsmarkt Einfluss auf politische Präferenzen und das Wahlverhalten hat. Inwiefern der Insider/Outsider-Gegensatz eine neue politische Konfliktlinie darstellt und herangezogen werden kann, um unterschiedliche politische Überzeugungen und politisches Handeln zu erklären, ist bislang noch unzureichend erforscht.

Das Promotionsvorhaben geht zunächst der Frage nach, welche Faktoren die Wahrscheinlichkeit erhöhen, zur Gruppe der Outsider zu gehören und betrachtet dabei neben den herkömmlichen sozioökonomischen Variablen wie Alter, Geschlecht und Bildung auch den Familienstand oder den Status als MigrantIn. Im nächsten Schritt wird auf Basis von Meinungsumfragen aus den Jahren 1985 bis 2013 untersucht, ob sich die Gruppen hinsichtlich ihrer politischen Präferenzen systematisch unterscheiden, ob die Bundespolitik sich ihnen gegenüber responsiv zeigt und welche Entwicklungen sich im Zeitverlauf beobachten lassen. So soll letztlich die Frage beantwortet werden, ob die Arbeitsmarktreformen der Agenda 2010 zu einer Verschärfung der Unterschiede geführt haben und ob Outsider hinsichtlich ihrer Einstellungen eine Gruppe bilden, die sich systematisch von anderen unterscheidet, zugleich aber ausreichend homogen und mobilisierbar ist, dass aus ihr eine neue politische Bewegung resultieren könnte.

Lebenslauf


seit 04/2015:  Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet International Vergleichende Politische Ökonomie -mit Schwerpunkt Europa

2011-2014 Masterstudium Sozialwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der Universiteit Utrecht (NL)

2010-2012 Wissenschaftliche Hilfskraft am Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ), Universität Duisburg-Essen

2007-2011 Bachelorstudium Politikwissenschaften an der Universität Duisburg-Essen

2004-2007 Diplomstudium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW, Münster

Veröffentlichungen

2017: "Dem Deutschen Volke"? Die ungleiche Responsivität des Bundestags. In: Zeitschrift für Politikwissenschaft, 27(2), 161-180 (mit Lea Elsässer und Armin Schäfer).

2016: Systematisch verzerrte Entscheidungen? Die Responsivität der deutschen Politik von 1998 bis 2015. Expertise für den 5. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung, online verfügbar unter http://www.armuts-und-reichtumsbericht.de/SharedDocs/Downloads/Service/Studien/endbericht-systematisch-verzerrte-entscheidungen.pdf?__blob=publicationFile&v=2 (mit Lea Elsässer und Armin Schäfer).

2016: Wer von der Demokratie sprechen will, der darf vom Kapitalismus nicht (mehr) schweigen. Bericht über die Tagung „Ziemlich beste Feinde. Das spannungsreiche Verhältnis von Demokratie und Kapitalismus“, 23.06.-25.06., Schader-Forum, Darmstadt. In: FJSB-Plus, online verfügbar unter http://forschungsjournal.de/node/2904 (mit Veith Selk).

2015: Politische Kultur in Kroatien im europäischen Vergleich: Eine Analyse auf Basis der European Values Study. Hamburg: Diplomica Verlag.

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